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Könige im Angeſichte des Trümmerhaufens errichten, der Paris geweſen ſein wird; die ganze gefangene Einwoh⸗ nerſchaft wird an den Fuß dieſes Thrones getrieben, geſtoßen, geſchleppt werden; hier wird, wie beim jüng⸗ ſten Gerichte, eine Ausleſe der Guten und der Böſen ſtattfinden: die Guten, das heißt die Noyaliſten, die Adeligen, die Prieſter, werden auf die rechte Seite tre⸗ ten, und man wird ihnen Frankreich übergeben, daß ſie damit machen, was ſie wollen; die Böſen, das heißt die Revolutionäre, werden auf die linke gehen und hier die Guillotine finden, dieſes von der Revolution erfundene Inſtrument, durch welches die Revolution umkommen wird.
Die Revolution, das heißt Frankreich; nicht allein Frankreich,— denn das wäre nichts: die Völker ſind gemacht, um als Brandopfer für die Ideen zu dienen;— 1 ein Frankreich, ſondern auch der Gedanke Frank⸗ reichs!
Warum hat Frankreich auch zuerſt das Wort Frei⸗ heit ausgeſprochen? Es hat eine heilige Sache, das Licht der Augen, das Leben der Seelen zu proclamiren geglaubt; es hat geſagt:„Freiheit für Frankreich! Frei⸗ heit für Europa! Freiheit für die Welt!“ es hat die Erde emancipirend etwas Großes zu thun geglaubt, und ſiehe, es hat ſich getänſcht, wie es ſcheint! ſiehe, Gott hat ihm Unrecht gegeben! ſiehe, die Vorſehung iſt gegen Frankreich! ſiehe, während es unſchuldig und erhaben zu ſein meinte, war es ſtrafbar und ſchändlich! ſiehe, wäh⸗ rend es eine große Handlung zu vollbringen glanbte, hat es ein Verbrechen begangen! ſiehe, man richtet, man verurtheilt, man enthauptet es, man ſchleppt es zum Hochgerichte des Weltalls, und das Weltall, für deſſen Heil es ſtirbt, klatſcht bei ſeinem Tode Beifall.
So war Jeſus Chriſtus, der für das Heil der Welt gekreuzigt wurde, unter dem Geſpötte und den Schmäh⸗ ungen der Welt geſtorben.
Doch, um dem Auslande die Stirne zu bieten, um


