Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 27.-33. Bändchen (1855) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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alle Helden unſeres Buches ſind, mit einigen Ausnahmen, im Revolutionsſturme untergegangen.

Was iſt aus den drei Brüdern Charny, Georges, Iſidor und Olivier, geworden? Sie ſind todt. Was iſt aus der Königin und aus Andrée geworden? Sie ſind gefangen. Was wird aus Lafayette? Er iſt auf der Flucht.

Am 17. Auguſt hatte Lafayette durch eine Adreſſe die Armee aufgerufen, gegen Paris zu marſchiren, dort die Conſtitution wiederherzuſtellen, den 10. Auguſt zu nichte zu machen und den König zu reſtauriren.

Lafayette, der redliche Mann, hatte den Kopf ver⸗ loren wie die Andernz was er thun wollte, war: die n und die Oeſterreicher unmittelbar nach Paris ühren.

Das Heer ſtieß ihn inſtinctmäßig zurück, wie es acht Monate ſpäter Dumonriez zurückſtieß.

Die Geſchichte würde die Namen dieſer zwei Männer

an einander angehängt, wir wollen ſagen, mit ein⸗

ander verkettet haben, hätte Lafayette, von der Königin gehaßt, nicht das Glück gehabt, von den Oeſterreichern verhaftet und nach Olmüß geſchickt zu werden: die Ge⸗ fangenſchaft machte die Deſertion vergeſſen.

Am 18. ging Lafayette über die Gränze.

Am 21. ſchloßen dieſe Feinde Frankreichs, dieſe Verbündeten des Königthums, gegen welche man den 10. Auguſt gemacht hat, und gegen die man den 2. Sep⸗ tember machen wird; dieſe Oeſterreicher, welche Marie Antoinette zu Hülfe rief in jener klaren Nacht, wo der Mond, durch die Scheiben des Schlafzimmers der Kö⸗ nigin eindringend, den Tag auf ihr Bett ergoß, die Oeſterreicher, ſagen wir, ſchloßen Longwy ein.

Nach einem vierundzwanzigſtündigen Bombardement ergab ſich Longwy.

Am Tage vor dieſer Uebergabe erhob ſich, am an⸗