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die Nationalverſammlung gehorcht! Einer der erſten Beſchlüſſe, den ſie faßt, iſt:
„Die Preſſen der royaliſtiſchen Giftmiſcher ſollen nunmehr confiscirt und den patriotiſchen Druckern zu⸗ erkannt werden.“
An dem Tage, wo das Decret erlaſſen werden ſoll, vollzieht es Marat: er geht in die königliche Druckerei, läßt eine Preſſe zu ſich ſchleppen und in Säcken die Schrift mitnehmen, die ihm anſteht. Iſt er nicht der Erſte der patriotiſchen Drucker?
Die Rationalverſammlung war über die Schläch⸗ tereien des 10. Anguſt erſchrocken; ſie war unmächtig geweſen, ſie zu verhindern: man hatte in ihrem Hofe, in ihrem Corridor, vor ihrer Thüre geſchlachtet.
Danton hatte geſagt:
„Wo die Thätigkeit der Juſtiz anfängt, muß die Volksrache aufhören. Ich übernehme vor der National⸗ verſammlung die Verbindlichkeit, die Menſchen zu be⸗ ſchützen, welche in ihrem Bezirke ſind; ich werde an ihrer Spitze gehen; ich hafte für ſie.“
Danton hatte dies geſagt, ehe Marat bei der Com⸗ mune war. Von dem Augenblicke an, wo Marat bei der Commune war, haftete er für nichts mehr.
Der Schlange gegenüber ſchlug der Löwe ſchiefe Wege ein: er ſuchte ſich zum Fuchſe zu machen.
Lacroix, dieſer ehemalige Officier, dieſer athletiſche Abgeordnete, einer der hundert Arme von Danton, be⸗ ſtieg die Tribune und verlangte, daß man durch San⸗ terre,— den Mann, dem die Royaliſten ſelbſt, unter ſeiner rauhen Form, ein mitleidiges Herz zugeſtehen,— Lacroix verlangt, daß man durch Santerre ein Kriegs⸗ gericht ernennen laſſe, welches auf der Stelle die Schwei⸗ zer, Officiere und Soldaten, richten ſollte.
Folgendes war die Idee von Lacroix oder vielmehr von Danton:
Dieſes Kriegsgericht würde man unter den Män⸗


