Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 27.-33. Bändchen (1855) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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die Zeit der Paläſte iſt vorüber! Du wirſt ſehen, wie man die Mörder des Volks quartiert.

Nachdem er kaum dieſe Worte geſprochen, ſtieß der Mann mit der Laterne an die erſten Stufen einer Schneckentreppe.

Die Kammerdiener blieben im erſten Stocke; der Mann mit der Laterne ging aber weiter.

Im zweiten Stocke hörte er auf emporzuſteigen, nahm ſeinen Weg in einen rechts von der Treppe liegen⸗ den Corridor, und öffnete ein Zimmer, das auf der linken Seite des Corridors lag.

Ein einziges Fenſter erleuchtete dieſes Zimmer; drei bis vier Stühle, ein Tiſch und ein ſchlechtes Bett bildeten das ganze Mobiliar.

Welcher von Euch Beiden iſt der Bediente des Königs? fragte der Munſcipalbeamte.

Ich bin ſein Kammerdiener, erwiederte Herr Chemily.

Kammerdiener oder Bediente, das iſt immer einer⸗ lei, verſetzte der Mann mit der Laterne.

Und auf das Bett deutend, fügte er bei:

Sieh, hier wird Dein Herr ſchlafen.

Und er warf auf einen Stuhl eine Decke und ein Paar Leilacken, zündete mit ſeiner Laterne zwei Lichter auf dem Kamine an und ließ die zwei Kammerdiener allein.

Man ſchickte ſich an, die im erſten Stocke liegende Wohnung der Königin in Bereitſchaft zu ſetzen.

Die Herren Hue und Chemilly ſchauten ſich beſtürzt an. Sie hatten noch in ihren thränenfeuchten Augen die Herrlichkeiten der königlichen Wohnungen; es war nicht einmal mehr ein Gefängniß, in das man den Kö⸗ nig ſtürzte: man quartierte ihn in einen Dachwinkel ein.

Die Majeſtät der Scenirung fehlte dem Unglücke.

Sie unterſuchten das Zimmer. Die Gräfin von Charny. VI. 9