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10. Auguſt Abends der König den oberſten Gipfel und ſteigt mit raſchen Schritten den entgegengeſetzten Ab⸗ hang des Berges hinab, an deſſen Fuße ihn das Schaffot erwartet.
Er hat achtzehn Jahre gebraucht, um den Gipfel zu erſteigen und ſich darauf zu behaupten; er wird fünf Monate und acht Tage brauchen, um herabgeſtürzt zu werden.
Man ſehe, mit welcher Geſchwindigkeit man ihn antreibt.
Um zehn Uhr iſt man im Speiſezimmer des Palais, um elf Uhr im Salon des Palais.
Der König iſt voch oder glaubt wenigſtens noch zu ſein. Er weiß nicht, was vorgeht.
Um elf Uhr gibt einer von den Commiſſären den zwei Kammerdienern, Hue und Chemilly, Befehl, das Wäſche, was ſie hatten, zu nehmen und ihm zu olgen.
„Wohin folgen?“ fragten die Kammerdiener.
„In den Nachtaufenthalt Eures Herrn,“ antwortete der Commiſſär;„das Palais iſt nur der Tagaufenthalt.“
Der König, die Königin, der Dauphin waren ſchon nur noch die Herren von ihren Kammerdienern.
An der Thüre des Palais fand man einen Muni⸗ cipalbeamten, der mit einer Laterne vorausging. Man folgte ihm.
Beim ſchwachen Scheine dieſer Laterne und mittelſt der Erleuchtung der benachbarten Häuſer,— eine Er⸗ leuchtung, welche zu erlöſchen anfing,— ſuchte Hue die zukünftige Wohnung des Königs zu erkennen; er ſah vor ſich nur den düſtern Thurm, der ſich in die Luft er⸗ hob wie ein Granitrieſe, an deſſen Stirne eine Feuer⸗ krone glänzte.
„Mein Gott!“ ſagte der Kammerdiener ſtill ſtehend, „ſollten Sie uns in dieſen Thurm führen?“
„Gewiß,“ antwortete der Municipalbeamte.„Ah!


