Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 27.-33. Bändchen (1855) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Artvis bewohnte, wenn er nach Paris kam, und den man das Palais nannte.

Ganz Paris ſchien frendig zu ſein; es iſt wahr, dreitauſend Bürger waren umgekommen; doch der Freund des Auslands, doch der große Feind der Revolution, doch der Verbündete der Adeligen und der Prieſter: der König ſaß gefangen.

Alle den Tempel umgebende Hänſer waren er⸗ leuchtet.

Es fanden ſich Lämpchen bis in den Zinnen des Thurmes.

Als Ludwig XVI. aus dem Wagen ſtieg, ſah er Santerre zu Pferde, zehn Schritte vom Schlage haltend.

Zwei Municipalbeamte erwarteten den König mit dem Hute in der Hand.

„Treten Sie ein, mein Herr,“ ſagten ſie zu ihm.

Der König trat ein, und natürlich über ſeine zu⸗ künftige Reſidenz ſich tänſchend, verlangte er die Ge⸗ mächer des Palais zu beſichtigen.

Die Municipalbeamten wechſelten einen Blick; ohne ihm zu ſagen, die Promenade, die er zu machen gedenke, ſei unnütz, da er den Thurm bewohnen ſollte, ließen ſie ihn den Tempel Zimmer für Zimmer be⸗ ſichtigen.

Der König machte die Eintheilung ſeiner Wohnung, und die Municipalbeamten ergötzten ſich an dieſem Irr⸗ thume, der ſich in Bitterkeit verwandeln ſollte.

Um zehn Uhr wurde das Abendbrod ſervirt. Wäh⸗ rend des Mahles ſtand Mannel in der Nähe des Königs; das war kein botmäßiger Diener mehr: es war ein Kerkermeiſter, ein Aufſeher, ein Herr.

Man nehme zwei ſich widerſprechende Befehle an: den einen vom König, den andern von Manuel gegeben; der Befehl von Manuel wäre vollzogen worden.

Hhier begann wirklich die Gefangenſchaft. Beſiegt auf der Höhe der Monarchie, verläßt am