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Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 27.-33. Bändchen (1855) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Der Tempel iſt nicht, wie das Luxembourg, eine durch ſeine Keller in die Katakomben, durch ſeine Mauern auf die Ebene gehender, mit den Tuilerien und dem Stadthauſe einen ſpitzigen Winkel bildender Palaſt; nein, es iſt ein unter das Ange und in den Bereich der Com⸗ mune geſtelltes Gefängniß; die Commune braucht nur die Hand auszuſtrecken: ſie öffnet und ſchließt ſeine Thüren; es iſt ein alter, vereinzelter, niedriger, ſtarker, feſter Thurm, deſſen Graben man wiederhergeſtellt hat; Philipp der Schöne, das heißt das Königthum, brach hier das Mittelalter, das ſich gegen ihn empörte: das Königthum wird hierher zurückkehren, durch die neue Zeit gebrochen.

Wie war dieſer alte Thurm hier geblieben, in dem volkreichen Quartier, ſchwarz und traurig wie eine Nacht⸗ eule im hellen Sonnenſcheine?

Hier werden nach der Entſcheidung der Commune der König und die königliche Familie wohnen.

War es Berechnung, als ſie zum Aufenthaltsorte dem König dieſes Aſyl anwies, wo die früheren Bankerottirer die grüne Mütze aufſetzten und mit dem Hintern die Steine klopften, wie das Geſetz des Mittelalters ſagt, wonach ſie nichts mehr ſchuldig waren? Rein, es war Zufall, Verhängniß, wir würden ſagen Vorſehung, wäre das Wort nicht zu grauſam.

Am 10. Abends wurden der König, die Königin, Madame Eliſabeth, Frau von Lamballe, Frau von Tour⸗ zel, Herr Chemilly, der Kammerdiener des Königs, und Herr Hue, der Kammerdiener des Dauphin, in den Tem⸗ pel verſetzt.

Die Commune hatte ſich dergeſtalt beeilt, den Könt in ſeine neue Wohnung zu bringen, daß der Thurm. nicht bereit war.

Die königliche Familie wurde dem zu Folge in den Theil des Gebäudes geführt, welchen einſt der Graf von