Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 27.-33. Bändchen (1855) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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CXLIII. Die Vacht vom 9. auf den 10. Auguſt.

Unſere Leſer mögen uns erlanben, ſie in ein Haus der Rue de l'Ancienne⸗Comédie, bei der Rue Dauphine, zu verſetzen.

Im erſten Stocke wohnte Fréron.

Gehen wir an ſeiner Thüre vorbei; wir würden hier vergebens klingeln; er iſt im zweiten bei ſeinem Freunde Camille Desmoulins.

Während wir die ſiebzehn Stufen hinaufſteigen, welche ein Stockwerk vom andern trennen, ſagen wir raſch, was Fréron war.

Fréron(Louis Stanislas) war der Sohn des be⸗ kannten Elie Catherine Fréron, des ſo ungerecht und grauſam von Voltaire Angegriffenen. Lieſt man heute die vom Journaliſten gegen den Verfaſſer der Pucelle, des Dictionnaire philosophique und von Ma⸗ homet gerichteten kritiſchen Artikel, ſo iſt man ganz erſtaunt, zu ſehen, daß der Journaliſt gerade im Jahre 1754 hievon ſagte, was wir 1854, das heißt hundert Jahre ſpäter, darüber denken.

Fréron, der Sohn, der damals fünfunddreißig Jahre alt, aufgebracht durch die Ungerechtigkeiten, durch die er ſeinen Vater hatte zu Boden drücken ſehen, dieſer ſtarb vor Kummer im Jahre 1776 in Folge der Unter⸗

Die Gräfin von Charny. VII. 1

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