„Nun, Herr dHervilly?“
„Madame, die Rebellen mögen uns vierundzwanzig Stunden laſſen, und wir werden im Stande ſein.“
„Glauben Sie, daß ſie uns vierundzwanzig Stun⸗ den laſſen werden?“ fragte die Königin den Doctor.
„Wenn etwas geſchieht, Madame, ſo wird es am 10. Auguſt ſein.“
„Am 10.2 Ein Freitag? Ein ſchlimmer Tag für einen Auſſtand, mein Herr! Ich glaubte, die Rebellen wären ſo geſcheit geweſen, einen Sonntag zu wählen!“
Und ſie ſchritt Gilbert voran.
Als man die Gallerie verließ, traf man einen Mann in Generalsuniform.
„Nun, Herr Mandat,“ fragte die Königin,„ſind Ihre Anordnungen getroffen?“
„Ja, Madame,“ antwortete der General Comman⸗ dant, während er Gilbert mit Unruhe anſchaute.
„Oh! Sie können vor dieſem Herrn ſprechen,“ ver⸗ ſetzte die Königin;„der Herr iſt ein Freund.“
Und ſich an Gilbert wendend:
„Nicht wahr, Doctor?“
„Ja, Madame, und einer Ihrer Ergebenſten,“ er⸗ wiederte Gilbert.
„Dann iſt es etwas Anderes,“ ſagte Mandat... „Ein Corps Nationalgarde, das beim Stadthauſe aufge⸗ ſtellt iſt, ein anderes auf dem Pont⸗Neuf werden die Aufrührer vorüberziehen laſſen, und während Herr d'Her⸗ villy und ſeine Edelleute, Herr Maillardot und ſeine Schweizer ſie von vorne empfangen, werden Jene ihnen den Rückzug abſchneiden und ſie von hinten zermalmen.“
„Sie ſehen, mein Herr,“ ſprach die Königin,„Ihr 10. Auguſt wird kein 20. Juni ſein.“
„Ach! Madame,“ verſetzte Gilbert,„ich befürchte es in der That!“
„Für uns? für uns?“ fragte dringlich die Königin.


