Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 21.-26. Bändchen (1855) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Ein Mann, deſſen Namen ich Ihnen nicht wieder⸗ holen will; ein Mann, der ſchon dreimal mit Ihnen ge⸗ ſprochen hat.

Stille! ſagte die Königin erbleichend;man wird bemüht ſein, ihn zum Lügner zu machen, den ſchlechten Propheten.

Madame, ich befürchte, Sie verblenden ſich.

Sie ſind alſo der Meinung, ſie werden es wagen, uns anzugreifen?

Der öffentliche Geiſt wendet ſich dahin.

Und man glaubt, man werde hier eindringen, wie am 20. Juli?

Die Tuilerien ſind kein feſter Platz.

Nein; und dennoch, wenn Sie mit mir kommen wollen, Herr Gilbert, werde ich Ihnen zeigen, daß ſie ſich eine Zeit lang halten können.

Es iſt meine Pflicht, Ihnen zu folgen, ſprach Gil⸗ bert ſich verbengend.

So kommen Sie! ſagte die Königin.

Und ſie führte Gilbert an das Fenſter in der Mitte, an das, welches auf den Carrouſel⸗Plaß geht, und von wo aus man, nicht den ungehenren Hof, der ſich heute an der ganzen Facade des Palaſtes erſtreckt, ſondern die drei kleinen mit Mauern geſchloſſenen Höfe überſchaute, welche damals exiſtirten, und die der vom Pavillon de Flore der Prinzen⸗Hof, der von der Mitte der Tuilerien⸗Hof, und der, welcher in unſern Tagen an die Rue de Rivoli gränzt, der Schweizer Hof hießen.

Sehen Sie! ſprach Marie Antoinette.

Gilbert bemerkte in der That, daß die Mauern von ſchmalen Oeffnungen durchbrochen waren und der Gar⸗ niſon einen erſten Wall bieten konuten, durch deſſen Schieß⸗ ſcharten ſie auf das Volk feuern würde.

Wäre dieſer erſte Wall forcirt, ſo würde ſich die Garniſon nicht nur in die Tuilerien, von denen jedes Thor einen Hof vor ſich hatte, ſondern auch in die Sei⸗