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Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 21.-26. Bändchen (1855) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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ſeillern nicht, ſo wird dies unſere Hülfsquelle ſein, ſagte Barbaroux.

Nun wohl, Barbaroux glaubte eine andere Hülfs⸗ quelle gefunden zu haben: das Genie von Robespierre.

Oder vielleicht wollte Robespierre wiſſen, woran Barbaroux war.

ie Marſeiller hatten ihre Kaſerne verlaſſen, welche zu weit entfernt, um zu den Cordeliers zu kommen.

Bei den Cordeliers waren die Marſeiller bei Danton.

Sie würden alſo im Falle einer inſurrectionellen Bewegung von Danton ausgehen, dieſe erſchrecklichen Marſeiller! Und glückte die Bewegung, ſo würde Dan⸗ ton die ganze Ehre davon haben.

Barbaroux hatte Robespierre zu ſehen verlangt.

Robespierre hatte den Anſchein, als gäbe er ſeinem Wunſche nach: er ließ Barbaroux und Rebecqui ſagen, er erwarte ſie bei ſich.

Robespierre wohnte, wie geſagt, beim Schreiner Duplay.

Der Zufall hatte ihn, wie man ſich erinnert, am Tage des Zuſammenſtoßes auf dem Marsfelde dahin

eführt.

Robespierre betrachtete dieſen Zufall als einen Se⸗ gen des Himmels, nicht allein, weil ihn für den Augen⸗ blick dieſe Gaſftfreundſchaft von einer drohenden Gefahr rettete, ſondern auch weil ſie ganz natürlich die Inſteni⸗ rung ſeiner Zukunft bildete.

Für einen Mann, der den Titel: der Unbeſtechliche, verdienen wollte, war dies gerade die Wohnnng, die er brauchte.

Robespierre war jedoch nicht ſogleich hier eingezo⸗ gen: er hatte eine Reiſe nach Arras gemacht; von dort hatte er ſeine Schweſter Mademoiſelle Charlotte von Robespierre mitgebracht, und er wohnte in der Rue Saint⸗ Florentin mit dieſer magern, dürren Perſon, der ich acht⸗