Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 21.-26. Bändchen (1855) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Honors beim Schreiner Duplay, in demſelben Hauſe wie Robespierre, wohnte. Robespierre war nicht bei Allem dem; als Frau

Duplay dieſe ganze Bande von Ruheſtörern ſich bei

Antvine feſtſetzen ſah, ſtieg ſie raſch in das Zimmer hinauf, wo ſie verſammelt waren, und rief in ihrem Schrecken:

Aber, Herr Antoine, Sie wollen alſo Herrn Ro⸗ bespierre ermorden laſſen?

Es handelt ſich wohl um Robespierre! antwortete der Exconſtituant.Gott ſei Dank! Niemand denkt an ihn; hat er Angſt, ſo mag er ſich verbergen!

Uum Mitternacht wurde der von Carra geſchriebene Plan an Santerre und Alexandre, die zwei Comman⸗ danten der Vorſtadt, geſchickt.

Alexandre wäre marſchirt; doch Santerre antwor⸗ tete, die Vorſtadt ſei nicht bereit.

Santerre hielt das der Königin am 20. Juni ge⸗ gebene Wort. Am 10. Auguſt marſchirte er nur, als er es nicht anders machen konnte.

Der Aufſtand wurde verſchoben.

Autvine hatte geſagt, man denke nicht an Robes⸗ pierre: er täuſchte ſich.

Die Geiſter waren ſo ſehr beunruhigt, daß man den Gedanken hatte, ihn zum Hebel einer Bewegung zu machen, ihn, dieſen Mittelpunkt der Unbeweglichkeit!

Und wer hatte dieſen Gedanken? Barbaroux!

Er war faſt verzweifelt, dieſer kühne Marſeiller; er war ganz nahe daran, Paris zu verlaſſen, nach Mar⸗ ſeille zurückzukehren.

Man höre Madame Roland.

Wir rechneten wenig auf die Vertheidigung des Norden; wir prüften, mit Servan und Barbarvux, die Chancen, die Freiheit im Süden zu retten und dort eine Republik zu gründen; wir nahmen Landkarten und zogen Demarcationslinien.Glückt es unſern Mar⸗