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Sie kam dem Traume entgegen, den ſie gemacht, und fand einen fünfundzwanzigjährigen jungen Mann, heiter, lachluſtig, leicht, die Frauen liebend: dieſe ganze reiche, glühende Generation, welche im Jahre 92 blühte, um im Jahre 93 gemäht zu werden, liebte die Frauen.
In dieſem Kopfe, der ſo leichtfertig zu ſein ſchien, und den Madame Roland zu ſchön fand, bildete ſich vielleicht der erſte Gedanke des 10. Auguſt.
Der Sturm war in der Luft; die wüthenden Wol⸗ — liefen von Norden nach Süden, von Weſten nach
ſten.
Barbaronx gab ihnen eine Richtung; er häufte ſie auf dem Schieferdache der Tuilerien auf.
Als noch Niemand einen feſten Plan hatte, ſchrieb er an Rebecqui:„Schicke mir fünfhundert Männer, welche zu ſterben wiſſen.“
Ah! der wahre König von Frankreich, das war die⸗ ſer König der Revolution, welcher ſchrieb, man ſolle ihm fünfhundert Mann ſchicken, die zu ſterben wüßten, und dem man eben ſo einfach, als er ſie verlangt hatte, die⸗ ſelben zuſchickte.
Rebecqui hatte ſie ſelbſt ausgewählt, unter der fran⸗ zöſiſchen Partei von Avignon rekrutirt.
Sie ſchlugen ſich ſeit zwei Jahren; ſie haßten ſeit zehn Generationen.
Sie hatten ſich in Toulouſe, in Nimes; in Arles geſchlagen; ſie hatten ſich ans Blut gewöhnt; von Stra⸗ pazen ſprachen ſie nicht einmal.
Am beſtimmten Tage hatten ſie, wie eine einfache Etape, den Marſch von zweihundertundzwanzig Meilen unternommen.
Warnm nicht? Das waren rauhe Seeleute, harte Bauern; Geſichter durch den Sirocco Africas, oder durch den Miſtral des Ventoux verbrannt, Hände geſchwärzt den Theer unempfindlich gemacht durch die
vbeit.


