Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 21.-26. Bändchen (1855) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Ja! ja! riefen alle Stimmen.

lind die Väter ſchoben die Söhne vor, welche mar⸗ ſchiren konnten, die Mütter hoben in ihren Armen die⸗ jenigen empor, welche ſie noch trugen.

Da bemerkte Ronget de 1 Isle, daß ihm eine Strophe fehlte; der Geſang der Kinder; erhabener Chor der ent⸗ ſtehenden Ernte, des keimenden Kornes, und während die Bankettgenoſſen raſend den furchtbaren Refrain wie⸗ derholten, ließ er ſeinen Kopf in ſeine Hand fallen; unter dem Lärmen und den Bravos improviſirte er ſo⸗ dann folgende Strophe:

Nous entrerons dans la carrière, Ouand nos ainés n y seront plus; Nous J trouverons leur poussière Et la trace de leurs vertus.

Bien moins jaloux de leur survivre Oue de partager leur cercueil, Nous aurons le sublime orgueil

De les venger ou de les suivre!

Und durch das erſtickte Schluchzen der Mütter, durch die enthuſiaſtiſchen Ausrufungen der Väter, hörte man die reinen Stimmen der Kindheit im Chore ſingen:

Aux armes, citoyens! formez vos pataillons! Marchez, marchonsz Ou'un sang impur abreuve nos sillons!

Oh! murmelte einer von den Gäſten,gibt es keine Gnade für diejenigen, welche nur verirrt ſind?

Warten Sie, warken Sie, rief Rouget de lJsle, und Sie werden ſehen, daß mein Herz dieſen Vorwurf nicht verdient.

Und mit einer Stimme voll Rührung ſang er die