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Die Marſeillaiſe.
Was die Königin beruhigte, hätte ſie gerade er⸗ ſchrecken müſſen; das Manifeſt des Herzogs von Braun⸗
ſchweig.
Dieſes Manifeſt, das, in den Tuilerien abgefaßt, erſt am 20. Juli nach Paris zurückkommen ſollte, war in den erſten Tagen des Monats abgegangen.
Sagen wir aber, was zu gleicher Zeit, da der Hof in Paris dieſes wahnſinnige Stück redigirte, deſſen Wir⸗ kung wir ſogleich ſehen werden, in Straßburg vorging.
Straßburg, eine unſerer franzöſiſchſten Städte, ge⸗ rade weil es vorher öſterreichiſch geweſen war, Straß⸗ burg, eines unſerer feſteſten Vollwerke, hatte, wie geſagt, den Feind vor ſeinen Thoren.
In Straßburg verſammelten ſich auch ſeit ſechs Mo⸗ naten, das heißt ſeitdem vom Kriege die Rede war, dieſe jungen Bataillons von Freiwilligen mit dem glühenden, patriotiſchen Geiſte.
Straßburg, ſeinen hohen Münſterthurm im Rhein ſpiegelnd, der uns allein vom Feinde trennte, war ein kochender Herd zugleich des Krieges, der Jugend, der Freude, des Vergnügens, der Bälle, der Revuen, wo ſich der Lärm der Kriegsinſtrumente beſtändig mit dem der Feſtinſtrumente vermengte.
Von Straßburg, wo durch ein Thor die erſt zu formirenden Freiwilligen ankamen, gingen durch das an⸗ dere die Soldaten ab, die man für ſchlagfähig hielt; hier fanden ſich die Freunde wieder, umarmten ſich und ſagten ſich Lebewohl; die Schweſtern weinten, die Mütter
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