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Königs, wo Ludwig XVI., Marie Antoinette, die könig⸗ lichen Kinder und die Prinzeſſin von Lamballe ſich ver⸗ ſammelt hatten.
Sie verließen ſich am Tage nicht; ſie fühlten wohl, daß ihr Schickſal es war, was an dieſem Tage gohr.
Die Familie trennte ſich erſt um Mitternacht, das heißt, als ſie wußte, man habe die Kanonen zu löſen aufgehört.
Seit den Zuſammenrottungen in den Vorſtädten ſchlief die Königin nicht mehr im Erdgeſchoße.
Ihre Freunde hatten es dahin gebracht, daß ſie in
ein Zimmer des erſten Stockes ging, das zwiſchen der
Wohnung des Königs und der des Dauphin lag.
In der Regel bei Tagesanbruch erwachend, verlangte ſie, daß man weder Läden, noch Vorhänge ſchließe, da⸗ mit ihre Schlafloſfigkeiten weniger peinlich ſeien.
Madame Campan ſchlief in demſelben Zimmer wie die Königin.
Sagen wir, bei welcher Veranlaſſung die Königin eingewilligt hatte, daß eine ihrer Frauen bei ihr ſchlafe.
In einer Nacht, als die Königin ſich niedergelegt hatte,— es war Morgens gegen ein Uhr, Madame Campan ſtand vor dem Bette von Marie Antvinette und plauderte mit ihr,— hörte man plötzlich im Corridor Tritte, ſodann ein Geränſch ähnlich dem eines Kampfes zwiſchen zwei Menſchen.
Madame Campan wollte nachſehen, was vorgehe, doch die Königin klammerte ſich an ihre Kammerfrau oder vielmehr an ihre Freundin und ſagte:
„Verlaſſen Sie mich nicht, Campan!“
Mittlerweile rief eine Stimme aus dem Corridor:
„Seien Sie ohne Furcht, Madame; es iſt ein Schurke, der Sie tödten wollte, doch ich halte ihn.“
Das war die Stimme des Kammerdieners.
„Mein Gott!“ ſagte die Königin, die Arme zum


