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Sie nicht; verzeihen Sie mir: ich ſehe, daß Sie gut ſind.“
„Fahren Sie fort, Madame,“ flüſterte Gilbert der Königin zu,„und Sie ſind nicht nur gerettet, ſondern es wird ſogar all dies Volk in einer Viertelſtunde vor Ihnen auf den Knieen liegen.“
Sodanu die Königin ein paar Nationalgarden, welche
in aller Haſt herbeikamen, und dem Kriegsminiſter La⸗ jard, der mit dem Volke eingetreten war, vertrauend, eilte er zum König.
Der König war auf eine ungefähr ähnliche Scene geſtoßen. Ludwig XVI. war dem Lärmen zugelaufen: in dem Augenblicke, wo er in den Saal des Oeil⸗de⸗Boeuf eintrat, öffneten ſich die zertrümmerten Tbürfüllungen, und die Bajonnete, die Piekenſpitzen, die Axtſchneiden drangen durch die Oeffnungen ein.
„Oeffnet!“ rief der König,„öffnet!“
„Bürger,“ ſprach mit lauter Stimme Herr d'Her⸗ villy,„es iſt unnöthig, die Thüre zu ſprengen: der Kö⸗ nig will, daß man ſie öffne!“
Zu gleicher Zeit zieht er die Riegel und dreht den Schlüſſel; die halb zerbrochene Thüre knarrt auf ihren Angeln.
Herr Acloque und der Herzog von Mouchy haben Zeit gehabt, den König in die Vertiefung eines Fen⸗ ſters zu ſchieben, während einige anweſende Grenadiere haſtig Bänke vor ihn werfen und anfhäufen.
Als er die Menge mit Geſchrei, Gebrülle, Verwün⸗ ſchungen in den Saal ſtürzen ſah, da rief der König unwillkürlich:
„Zu Hülfe, meine Herren!“
Vier Greradiere zogen ſogleich ihre Säbel aus der Scheide und ſtellten ſich ihm zur Seite.
„Den Säbel in die Scheide, meine Herren!“ rief der König;„bleiben Sie an meiner Seite, nur das verlange ich von Ihnen.“


