Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 21.-26. Bändchen (1855) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Die audern Frauen der Königin waren die Prin⸗ zeſſin von Tarent, die Prinzeſſin de la Trémouille, die Damen von Tourzel, von Mackau und de la Roche⸗ Aymon.

Gilbert kannte das Innere des Schloſſes: er orien⸗ tirte ſich.

Was er ſuchte, das war ein großer Saal, wo Je⸗

dermann ſehen und hören könnte; das war ein erſter

Wall; er würde die Königin, ihre Kinder, die Frauen hinter dieſen Wall ſtellen und ſich vor den Wall ſelbſt.

Er dachte an den Conſeilſaal.

Zum Glücke war er noch frei.

Fr ſchob die Königin, die Kinder, die Prinzeſſin von Lamballe in die Vertiefung eines Fenſters. Die Mi⸗ nuten waren ſo koſtbar, daß man nicht mehr Zeit hatte, zu ſprechen; ſchon klopfte man an die Thüren.

Er ſchleppte den ſchweren Tiſch des Conſeil vor das Fenſter; der Wall war gefunden.

Madame Royale ſtand auf dem Tiſche bei ihrem ſitzenden Bruder.

Die Königin befand ſich hinter ihnen: die Unſchuld beſchirmte die Unpopularität.

Marie Antoinette wollte ſich im Gegentheil vor ihre Kinder ſtellen.

Alles iſt gut ſo, rief Gilbert mit dem Tone eines Generals, der ein entſcheidendes Manveuvre commandirt; rühren Sie ſich nicht.

Und da man an der Thüre rüttelte und er eine Woge von Weibern in dieſer heulenden Fluth erkannte, zog er die Riegel und ſagte:

Tretet ein, Bürgerinnen; die Königin und ihre Kinder erwarten Euch!

Sobald die Thüre geöffnet war, drang die Woge wie durch einen gebrochenen Damm ein.

Wo iſt ſie, die Oeſterreicherin? wo iſt ſie, Frau Veto? riefen fünfhundert Stimmen.