Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 21.-26. Bändchen (1855) Mémoires d'un médecin
Entstehung
Einzelbild herunterladen

280 Und ich meinem Bruder! rief Madame Eliſabeth.

Folgen Sie Ihrem Bruder, Madame, ſprach Gil⸗

bert zu Madame Eliſabeth;doch Sie, Madame, blei⸗ ben Sie, fügte er, ſich an die Königin wendend, bei.

Mein Herr! ſagte Marie Antvinette.

Sire! Sire! rief Gilbert,um des Himmels willen, bitten Sie die Konigin, ſie möge ſich auf mich verlaſſen, oder ich ſtehe für nichts.

Madame, ſprach der König,hören Sie auf den Rath von Herrn Gilbert, und, wenn es ſein muß, ge⸗ horchen Sie ſeinen Befehlen.

Dann zu Gilbert:

Mein Herr, Sie ſtehen mir für die Königin und für den Dauphin?

Sire, ich ſtehe für ſie, oder ich werde mit ihnen ſterben! das iſt Alles, was ein Steuermann während eines Sturmes ſagen kann.

Die Königin wollte einen letzten Verſuch machen; Gilbert ſtreckte aber die Arme aus, um ihr den Weg zu verſperren.

Madame, ſagte er,Sie, und nicht der König, laufen die wahre Gefahr. Mit Recht oder mit Unrecht bezüchtigt man Sie, Sie ſeien Schuld am Widerſtande des Königs; Ihre Gegenwart würde ihn alſo bloßſtel⸗ len, ohne ihn zu beſchützen. Thun Sie den Dienſt des Wetterableiters; wenden Sie den Blitz ab, wenn Sie können!

Dann falle der Blitz auf mich allein und verſchone meine Kinder!

Ich habe mich dem König für Sie und für Ihre Kinder verbürgt, Madame. Folgen Sie mir.

Hierauf wandte ſich Gilbert an Frau von Lamballe, welche einen Monat vorher aus England und drei Tage vorher von Vernon angekommen war, und an die ande⸗ ren Frauen und fügte bei: 5

Folgen Sie uns.

3,