Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 21.-26. Bändchen (1855) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Der Hunger, der Durſt und die Hitze machen die Hunde wüthend.

Nun, dieſes arme Volk wartete und geduldete ſich.

Man fängt indeſſen an, an den Gittern des Schloſ⸗ ſes zu rütteln.

Ein Municipalbeamter erſcheint im Hofe der Tuile⸗ rien und haranguirt das Volk.

Bürger, ſpricht er,das iſt das Domicil des Kö⸗ nigs, und bewaffnet hineingehen hieße daſſelbe verletzen. Der König will eine Petition in Empfang nehmen doch nur überreicht von zwanzig Abgeordneten.

Alſo die Abgeordneten, welche die Menge erwartet, die ſie ſeit einer Stunde beim König glaubt, die Ab⸗ geordneten ſind nicht eingeführt!

Plötzlich hört man gewaltiges Geſchrei auf der Seite der Quais.

Das ſind Santerre und Saint-Huruge auf ihren Pferden; das iſt Théroigne auf ihrer Kanone.

Nun! was macht Ihr da vor dieſem Gitter? ruft Saint⸗Huruge;warum geht Ihr nicht hinein?

In der That, ſagen die Leute aus dem Volke, warum gehen wir nicht hinein?

Ihr ſeht wohl, daß das Thor geſchloſſen iſt, wen⸗ den mehrere Stimmen ein.

Théroigne ſpringt von ihrer Kanone herab und ruft:

Sie iſt geladen: ſprengt das Thor mit der Kugel!

Und man protzt die Kanone vor dem Thore auf.

Wartet! wartet! rufen zwei Municipalbeamte, keine Gewaltthat; man wird Euch ſogleich öffnen!

Und ſie drücken wirklich auf den Schlagbaum, der die zwei Flügel ſchließt; der Schlagbaum ſpielt, das Thor öffnet ſich.

Alle drängen ſich hinein.

Wollt Ihr wiſſen, was die Menge iſt, und welch einen furchtbaren Strom ſie macht?

Nun, die Menge dringt ein; die Kanone rollt fort⸗

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