Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 21.-26. Bändchen (1855) Mémoires d'un médecin
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ſer en,

zu⸗

die

ſen

en Ne⸗

es

ug m r⸗

n ſie r⸗ in 8

r .

273

Alle dieſe Fahnen mit drohenden Wahlſprüchen, alle dieſe kläglichen Standarten würde es den König und die Königin durch die Fenſterſcheiben ſehen laſſen.

Alle gegen das Schloß gehende Thüreh hatte man geſchloſſen; es waren ſowohl, im Hofe als im Garten der Tuilerien, drei Linienregimenter, zwei Schwadronen Gendarmerie, mehrere Bataillons Nationalgarde und

vier Kanonen.

Die königliche Familie ſah aus den Fenſtern dieſen ſcheinbaren Schutz und ſchien ziemlich ruhig.

Immer ohne ſchlimme Abſſcht, verlangte indeſſen das Volk, daß man ihm das Gitter öffne, das nach der Ter⸗ raſſe der Feuillants ging.

Die Officiere, die es bewachten, weigerten ſich, es ohne den Befehl des Königs zu öffnen.

Da verlangten drei Municipalbeamte den Eintritt, um den Befehl zu holen.

Man ließ ſie paſſiren.

Montjoye, der Verfaſſer der Geſchichte von Marie Antoinette, hat ihre Namen aufbe⸗ wahrt.

Es waren Boucher Renés, Boucher⸗Saint⸗Sauveurund Mouchet; Mouchet, dieſer kleine Friedensrichter des Ma⸗ rais, krumm, ſäbelbeinig, ein Zwerg, mit der ungeheuren dreifarbigen Schärpe.

Sie wurden ins Schloß eingelaſſen und zum König geführt.

Mouchet nahm das Wort und ſprach:

Sire, eine Volksſchaar marſchirt unter der Aegide des Geſetzes; Sie dürfen keine Beſorgniß haben; fried⸗ liche Bürger haben ſich vereinigt, um eine Petition an die Nationalverſammlung zu machen, und wollen ein bürgerliches Feſt aus Veranlaſſung des im Ballhauſe im Jahre 1789 ausgeſprochenen Schwures feiern. Die Bür⸗ ger verlangen über die Terraſſe der Fu zu paſſi⸗

Die Gräfin von Charny. VI.