Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 21.-26. Bändchen (1855) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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dem Jeder ſich dabei einzufinden verſprochen hatte, trennte man ſich.

Das allgemeine Loſungswort war:Mit dem Schloſſe ein Ende machen!

Auf welche Art würde man ein Ende machen?

Das blieb unbeſtimmt.

Den ganzen Tag des 19. hielten ſich Gruppen auf der Stelle der Baſtille, in der Umgegend des Arſenals, im Faubourg Saint⸗Antoine auf.

Plötzlich erſchien mitten unter dieſen Gruppen eine kühne, erſchreckliche Amazone, roth angethan, Piſtolen im Gürtel und an der Seite jenen Säbel, der durch achtzehn andere Wunden das Herz von Suleau ſuchen und finden ſollte.

Das war Théroigne von Méricvurt, die ſchöne Lütticherin.

Wir haben ſie auf der Straße von Verſailles am 5. October geſehen. Wie iſt es ihr ſeit jener Zeit er⸗ angen?

Lüttich hat ſich empört: Théroigne wollte ihrer Va⸗

terſtadt zu Hülfe eilen; ſie wurde unter Weges durch

Agenten von Leopold verhaftet und achtzehn Monate lang in den Gefängniſſen Oeſterreichs feſtgehalten.

Iſt ſie entflohen? hat man ſie gehen laſſen? hat ſie ihr Gitter durchfeilt? hat ſie ihren Kerkermeiſter beſto⸗ chen? Alles dies iſt geheimnißvoll wie der Anfang ihres Lebens, gräßlich wie das Ende.

Wie dem ſein mag, ſie kommt zurück! Sie iſt da! Von der Courtiſane des Reichthums iſt ſie die Buhlerin des Volkes geworden; der Adel hat ihr das Geld gege⸗ ben, mit dem ſie die wohl gehärteten Klingen, die da⸗ mascirten Piſtolen kaufen wird, um ihre Feinde damit zu treffen.

Das Volk erkennt ſie auch und empfängt ſie mit gewaltigem Geſchrei.