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man ſich erinnert, am Tage, wo er bei den Jacobinern erſchienen war, Caglioſtro Gilbert eine ſo ſeltſame Pro⸗ phezeiung gemacht hatte.
Durch wen war dieſe ganze Menge in Bewegung geſetzt, angereizt? Durch einen Mann mit der mächtigen Halsgeſtalt, mit der Löwenmähne, mit der brüllenden Stimme, den Santerre, nach Hauſe kehrend, in ſeiner Hinterbude, wo er ihn erwartete, finden ſollte,— durch Danton!
Das iſt die Stunde, wo der furchtbare Revolu⸗ tionsmann,— der uns nur durch den Lärm, den er im Parterre des Théätre⸗Frangais bei der Vorſtellung von Karl IX. von Chénier gemacht hat, und durch ſeine ent⸗ ſetzliche Beredtſamkeit auf der Tribune der Cordeliers bekannt iſt,— wirklich auf der politiſchen Bühne er⸗ ſcheint, von der er ſeine Rieſenarme ausſtrecken ſoll?
Woher kommt die Macht dieſes Menſchen, der ſo unheilvoll für das Königthum ſein wird? Von der Kö⸗ nigin ſelbſt!
Sie hat Lafayette nicht bei der Mairie von Pa⸗ ris haben wollen, die haßerfüllte Oeſterreicherin; ſie hat ihm Pétion vorgezogen, den Mann der Reiſe von Va⸗ rennes, der ſich, kaum auf der Mairie, durch ſeinen Be⸗ fehl, die Tuilerien zu überwachen, mit dem König in Kampf geſetzt.
Pétion hatte zwei Freunde, die er zu ſeiner Rechten und ſeiner Linken an dem Tage führte, wo er vom Stadthauſe Beſitz ergriff: Manuel zu ſeiner Rechten, Danton zu ſeiner Linken.
Er hatte Manuel zum Anwalt der Commune ge⸗ macht, Danton zu ſeinem Subſtituten.
Vergniaud hatte, nach den Tuilerien deutend, auf der Tribune geſagt:
„Der Schrecken iſt ſo oft aus dieſem unſeligen Pa⸗ laſte im Namen des Deſpotismus hervorgegangen; er kehre dahin im Namen des Geſetzes zurück!“


