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Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 21.-26. Bändchen (1855) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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fen Ehrfurcht, um die Entlaſſung ſeiner Collegen und um die ſeine.

„Ja, ich begreife,“ ſagte der König,„die Verant⸗ wortlichkeit!“

„Sire,“ rief Lacoſte,„die königliche Verantwortlich⸗ keit, ja; was uns betrifft, glauben Sie, wir ſind bereit, für Eure Majeſtät zu ſterbenz aber für die Prieſter ſterbend würden wir nur den Fall des Königthums be⸗ ſchleunigen!“

Ludwig XVI. wandte ſich an Dumouriez und ſagte zu ihm:

„Mein Herr, ſind Sie immer voch der Geſinnung, die Ihr Brief von geſtern gegen mich ausdrückte?“

„Ja, Sire,“ antwortete Dumouriez,„wenn ſich Eure Majeſtät nicht durch unſere Treue und unſere Ergeben⸗ heit beſiegen läßt.“ t

„Nun wohl,“ ſprach der König mit düſterer Miene, „da Ihr Entſchluß gefaßt iſt, ſo nehme ich Ihre Ent⸗

iaſſung an; ich werde die nöthigen Vorkehrungen treffen.“

Alle Vier verbengten ſich; Mourgues hatte ſein Ent⸗ laſſungsgeſuch ſchriftlich bei ſich; er gab es dem Konig.

Die drei Andern trugen es mündlich vor.

Die Höflinge warteten im Vorzimmer; ſie ſahen

die vier Miniſter herauskommen und erkannten an ihren

Mienen, daß Alles beendigt war.

Die Einen freuten ſich, die Andern erſchraken darüber.

Die Atmoſphäre wurde ſchwer wie an den heißen Sommertagen; man fühlte den Sturm kommen.

Vor der Thüre der Tuilerien traf Dumouriez den Commandanten der Nationalgarde, Herrn von Romain⸗ villiers.

Er war ſo eben in aller Haſt hier angekommen.

„Herr Miniſter,“ ſagte er,„ich laufe hierher, um Ihre Befehle einzuholen.“

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