Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 21.-26. Bändchen (1855) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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mich durch Drohungen einzuſchüchtern; mein Eutſchluß iſt gefaßt.“ Dumouriez nahm eine Feder und ſchrieb dagegen: „Sire, Sie beurtheilen mich ſchlecht, wenn Sie mich der Anwendung eines ſolchen Mittels fähig glaubten. Meine Collegen und ich, wir haben die Ehre gehabt, an Eure Majeſtät zu ſchreiben, daß ſie uns die Gnade

bewillige, uns morgen Vormittag um zehn Uhr zu em⸗

pfangen; ich bitte mittlerweile Eure Majeſtät inſtändig, einen Nachfolger für mich zu wählen, der mich binnen vierundzwanzig Stunden, in Betracht der Dringlichkeit der Angelegenheiten des Kriegsminiſteriums, erſetzen kann, und meine Entlaſſung anzunehmen.“

Er ließ dieſen Brief durch ſeinen Secretär über⸗ bringen, um einer Antwort darauf ſicher zu ſein.

Der Secretär wartete bis Mitternacht und kam um halb ein Uhr mit folgendem Billet zurück:

„Ich werde morgen um zehn Uhr meine Miniſter ſehen, und wir ſprechen ſodann über das, was Sie mir ſchreiben.“

Die Gegenrevolution zettelte ſich angenſcheinlich im Schloſſe an.

Man hatte in der That Kräfte, auf die man rech⸗ nen konnte;

Eine conſtitutionelle Garde von ſechstanſend Mann, zwar verabſchiedet, aber bereit, ſich auf den erſten Ruf zu verſammeln;

Sieben bis achttauſend St. Ludwigs⸗Ritter, deren rothes Band das Erkennungszeichen war;

Drei Bataillons Schweizer, jedes von ſechzehnhun⸗ dert Mann, eine Elitetruppe, unerſchütterlich wie die alten helvetiſchen Felſen;

Sodann, beſſer als Alles dies, einen Brief von La⸗ fayette, in welchem ſich der Satz fand:

„Harren Sie aus, Sire! ſtark. durch die Macht⸗ vollkommenheit, die Ihnen die Nationalverſammlung zu⸗