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Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 21.-26. Bändchen (1855) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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übertragen werden, und Dumouriez ſollte, ebenfalls inte⸗ rimiſtiſch,— in Erwartung von Raillac, der von Paris abweſend,— die auswärtigen Angelegenheiten beſorgen.

Nur waren die vier Miniſter, die ſich die ernſte Lage der Dinge nicht verbargen, übereingekommen, wenn der König, nachdem er die Entlaſſung von Servan, Cla⸗ vidres und Roland erlangt, das Verſprechen nicht halte, gegen welches dieſe Entlaſſung gemacht worden ſei, wer⸗ den ſie abtreten.

Der neue Conſeil war alſo, wie geſagt, verſammelt.

Der König wußte ſchon, was in der Nationalver⸗ ſammlung vorgefallen; er beglückwünſchte Dumouriez wegen der Haltung, die er beobachtet, ſanctionirte un⸗ mittelbar den Beſchluß über das Lager von zwanzigtau⸗ ſend Mann, verſchob jedoch auf den andern Tag die Sauction des Decretes über die Prieſter.

Er wand einen Gewiſſensſkrupel ein, der, wie er ſagte, von ſeinem Beichtiger gehoben werden müſſe.

Die Miniſter ſchauten einander an; ein erſter Zwei⸗ fel hatte ihr Herz beſchlichen.

Im Ganzen konnte aber das furchtſame Gewiſſen des Königs dieſer Friſt bedürfen, um ſich wiederzube⸗ feſtigen.

Am andern Tage kamen die Miniſter auf die Frage vom vorhergehenden Abend zurück.

Doch die Nacht hatte ihr Werk gethan: der Wille, wenn nicht das Gewiſſen des Königs, hatte ſich wieder⸗ befeſtigt; er erklärte, er ſetze ſein Veto dem Beſchluſſe entgegen.

Die vier Miniſter, Einer nach dem Andern,— Du⸗ mouriez zuerſt, er, dem das Wort verpfändet worden war,— ſprachen mit Ehrfurcht, aber mit Feſtigkeit zum König.

Der König hörte ſie, die Augen ſchließend, in der Haltung eines Mannes an, deſſen Entſchluß gefaßt iſt.

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