Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 21.-26. Bändchen (1855) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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„Meine Herren,“ ſagte der Secretär,„die Denk⸗ ſchrift iſt nicht unterzeichnet.“

„Er unterzeichne ſie! er unterzeichne ſie!“ rief man von allen Seiten.

„Das war wohl meine Abſicht,“ erwiederte Dumon⸗ riez,„und die Schrift iſt ſo gewiſſenhaft gemacht, daß ich nicht anſtehe, ihr meinen Namen beizuſetzen. Geben Sie mir Tiute und eine Feder.“

Man gab ihm eine in die Tinte getauchte Feder.

Er ſetzte ſeinen Fuß auf die Stufen der Tribune und unterzeichnete die Denkſchrift auf ſeinem Schooße.

Der Huiſſier wollte ſie ſodann wieder nehmenz Du⸗ mouriez ſchob aber ſeinen Arm zurück und legte die Denkſchrift auf das Bureau; dann ging er mit kleinen Schritten und von Zeit zu Zeit ſtillſtehend durch den Saal, und entfernte ſich durch die unter den Bänken der Linken liegende Thüre.

Ganz das Gegentheil vom Eintritt, der von Geſchrei und Geziſche bedeckt geweſen war, wurde der Abgang von der größten Stille begleitet; die Zuſchauer der Tri⸗ bunen ſtürzten in die Gänge, um den Mann zu ſehen, der einer ganzen Verſammlung Trotz geboten hatte. Vor der Thüre der Feuillants war er von drei bis vier⸗ hundert Perſonen umgeben, die ſich mit mehr Reugierde als Haß um ihn drängten, als hätten ſie am Ende vor⸗ herſehen können, drei Monate ſpäter werde er Frankreich bei Valmy retten.

Einige royaliſtiſche Abgeordnete gingen hinter ein⸗ ander aus dem Saale weg und liefen Dumouriez nach; für ſie unterlag es keinem Zweifel mehr: der General gehörte zu den Ihrigen. Das war es gerade, was Du⸗ mouriez vorhergeſehen, und darum hatte er den König verſprechen kaſſen, er werde den zwei Decreten ſeine Sanction geben.

„Ei! General,“ ſagte Einer von ihnen,„ſie machen den Teufel da drinnen.“

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