Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 21.-26. Bändchen (1855) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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lichen, die er zu Rathe gezogen, um ſein Gewiſſen ſicher zu ſtellen, ſeien jalle derſelben Anſicht wie Dumouriez geweſen.

Der Kriegsminiſter ging auch gerade auf die Tri⸗ bune zu; er beſtieg ſie unter verworrenem Geſchrei und wildem Gebrülle.

Hier angekommen, verlangte er kalt das Wort.

Es wurde ihm unter einem entſetzlichen Tumulte bewilligt.

Die Begierde, zu hören, was Dumouriez ſagen würde, machte endlich, daß man ſich beſänftigte.

„Meine Herren,“ ſprach Dumouriez,„der General Gouvion iſt getödtet worden; Gott hat ihn für ſeine Tapferkeit belohnt; er iſt die Feinde Frankreichs be⸗ kämpfend geſtorbenz er iſt ſehr glücklich! Er iſt nicht Zeuge unſerer gräulichen Zwiſtigkeiten! Ich beneide ihn um ſein Loos!“

Mit großer Würde und tiefer Melancholie geſpro⸗ chen, machten dieſe paar Worte Eindruck auf die Natio⸗ nalverſammlung; überdies war dieſer Tod eine Diverſion für die erſten Gefühle. Man berathſchlagte über das, was man thun ſollte, um der Familie des Generals ſein Beileid zu bezeigen, und es wurde beſchloſſen, der Prä⸗ ſident ſollte einen Brief ſchreiben.

Dann verlangte Dumouriez zum zweiten Male das Wort.

Es wurde ihm bewilligt.

Er zog ſeine Denkſchrift aus der Taſche, doch kaum hatte er den Titel: Denkſchrift über das Kriegsminiſterium geleſen, als Jacobiner und Girondiſten zu brüllen anfingen, daß man die Leſung nicht geſtatte.

Da las der Miniſter, unter dem Lärmen, den Ein⸗ gang mit ſo kräftigem Ausdruck, mit ſo klarer Stimme, daß man hörte, dieſer Eingang ſei gegen die Factionen