Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 21.-26. Bändchen (1855) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Dumouriez. Beide begaben ſich mit haſtigem Schritte zu der Roland.

Die Roland wohnten immer noch in der Rue Gus⸗ négaud.

Sie waren am Tage vorher von Briſſot davon un⸗ terrichtet worden, daß Dumvuriez, auf die Eingebung von Genſonné und ihm, Briſſot, dem König Roland zum Miniſter des Innern vorſchlagen ſollte.

Briſſot hatte ſodann Roland gefragt, ob er ſich ſtark genug für eine ſolche Bürde fühle, und Roland hatte, einfach diesmal wie immer, geantwortet, er glaube es.

Dumouriez kam, um ihm zu eröffnen, die Sache ſei gemacht.

Roland und Dumonriez kannten ſich nur dem Na⸗ men nach; ſie hatten ſich noch nie geſehen.

Man begreift die Reugierde, mit der ſich die zu⸗ künftigen Collegen betrachteten.

Nach den üblichen Complimenten, wobei Dumouriez Roland ſeine beſondere Freude darüber ausſprach, daß er zur Regierung einen erleuchteten und tugendhaften Patrioten wie ihn berufen ſehe⸗ fiel das Geſpräch natür⸗ lich auf den König.

Von dort wird das Hinderniß kommen, ſagte Ro⸗ land mit einem Lächeln.

Nun wohl, hiebei werden Sie an mir eine Raive⸗ tät erkennen, mit der man mich ſicherlich nicht beehrt: ich halte den König für einen redlichen Mann und für ei⸗ nen aufrichtigen Patrioten.

Als er ſodann ſah, daß Madame Roland nicht ant⸗ wortete und ſich nur auf ein Lächeln beſchränkte, fragte Dumouriez:

Das iſt nicht die Anſicht von Madame Roland?

Sie haben den König geſehen? ſagte ſie.

Ja. Haben Sie die Königin geſehen?