Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 21.-26. Bändchen (1855) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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noch eine antifranzöſiſche: es waren Diebe, welche einen ſchändlichen Raub begangen, die Armen beſtohlen hatten.

Die Menge ſtrömte nach der Kirche der Francisca⸗ ner; Bauern, Stadtbürger, Handwerksleute, Laſtträger, Weiße, Rothe, Dreifarbige, ſchrieen, auf der Stelle, ohne Verzug müſſe ihnen die Muniecipalität durch das Organ ihres Secretärs Lescuyer Rechenſchaft geben.

Warum hatte ſich der Zorn des Bolkes gegen Les⸗ cuyer gerichtet?

Man weiß es nicht. Soll ein Leben einem Men⸗ ſchen gewaltſam entriſſen werden, ſo gibt es ſolche Ver⸗ hängniſſe.

Plötzlich, mitten unter dem Gottesdienſte, brachte man Lescnyer.

Er hatte ſich nach der Municipalität geflüchtet, als er erkannt, ergriffen, nein, nicht ergriffen, mit Fauſtſchlägen, mit Fußtritten, mit Stockſtreichen in die Kirche getrieben worden war.

Sobald er in der Kirche, ſtieg der Unglückliche, bleich, aber dennoch kalt und ruhig, auf die Kanzel und verſuchte es, ſich zu rechtfertigen.

Das war leicht, er brauchte nur zu ſagen:Oeff⸗ net und zeigt das Leihhaus dem Volke, und es wird ſehen, daß alle Gegenſtände, welche weggenommen zu haben man uns beſchuldigt, noch dort ſind.

Er fing an:

Meine Brüder, ich habe die Revolution für nöthig erachtet; ich habe mit meiner ganzen Macht dazu bei⸗ keiraen

Doch man ließ ihn nicht weiter gehen, man befürch⸗ tete zu ſehr, er könnte ſich rechtfertigen.

Rauh wie der Nordweſtwind, unterbrach ihn das entſetzliche Zu⸗zu.

Ein Laſtträger ſtieg hinter ihm auf die Kanzel und warf ihn dieſer Meute zu.

Von dieſem Augenblicke an ertönte das Halali.