147
Die eine oder die andere ſcheint eiue von der Hand Gottes gefallene Rache zu ſein.
Die von Sauvage überſetzte Chronik läßt ihn auf der Jagd ſterben.
„Er ſah den Hirſch auf ſich zukommen, zog ſeinen Degen, gab ſeinem Pferde die Sporen, und während er den Hirſch zu treffen glaubte, trug ihn ſein Pferd gegen einen Baum mit ſoicher Schnelligkeit, daß der gute König hart im Herzen getroffen zu Boden ſiel und nach Corbeil gebracht wurde.“
Hier verſchlimmerte ſich nach der Angabe der Chronik die Krankheit dergeſtalt, daß der König daran ſtarb.
Man ſieht, die Krankheit konnte nicht ſchlimmer werden.
Guillaume von Nangis erzählt dagegen den Tod des Siegers von Monsten⸗Puelle alſo:
„Philipp, König von Frankreich, wurde durch eine lange Krankheit zurückgehalten, deren, den Aerzten unbekannte, Urſache für dieſe und für viele Andere der Gegenſtand großer Verwunderung war, um ſo mehr, als weder ſein Puls, noch ſein Urin andeuteten, er ſei krank oder in Todesgefahr. Endlich ließ er ſich durch die Seinigen nach Fontainebleau, ſeinem Geburtsorte, bringen. Hier, nachdem er in Gegenwart und im An⸗ geſichte einer großen Anzahl Leute das Sacrament mit bewunderungswürdiger Frömmigkeit und Inbrunſt em⸗ pfangen hatte, übergab er ſeine Seele glücklich dem Schöpfer, im Bekenntniß des wahren und katholiſchen Glaubens, im dreißigſten Jahre ſeiner Regierung, am Freitag, am Vorabend vom Feiertag des heiligen Andreas.“
Jeder bis auf Dante findet eiven Tod für den Mann ſeines Haſſes.
Er läßt ihm von einem Wildſchweine den Bauch aufſchlißen.
„Er ſtarb an einem Rüſſelſchlage, der Betrüger, den man an der Seine die Münze hat fälſchen ſehen!“


