Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 21.-26. Bändchen (1855) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Derjenige, welcher dieſe Details bringt, iſt voraus⸗ gelaufen, um den Patrioten ſeine traurigen Nachrichten zu verkündigen.

Doch es herrſcht eine ſolche Ruhe, eine ſolche Ueber⸗ einſtimmung, eine ſolche Brüderlichkeit auf dieſem durch die Föderation des vorhergehenden Jahres geheiligten ungehenren Raume, daß die Bürger, welche hier ein durch die Conſtitution auerkauntes Recht ausüben, nicht glauben können, ſie ſeien es, die man bedrohe.

Sie denken lieber, der Bote irre ſich.

Man fährt fort zu unterzeichnen: die Tänze und Geſänge verdoppeln ſich.

Man fängt indeſſen an das Raſſeln der Trommeln zu hören.

Dieſes Geräuſch nähert ſich.

Da ſchaut man ſich an, man wird unruhig. Es entſteht zuerſt ein großer Lärm auf den Glacis: man zeigt ſich die Bajonnete, welche wie ein eiſernes Korn⸗ feld glänzen.

Die Mitglieder der verſchiedenen patriotiſchen Ge⸗ ſellſchaften verſammeln ſich, gruppiren ſich, und ſchlagen vor, man möge ſich zurückziehen.

Doch von der Plattform des Altars ruft Billot:

Brüder, was machen wir, und warum dieſe Furcht? Entweder iſt das Kriegsgeſetz gegen uns gerichtet, oder es iſt nicht gegen uns gerichtet; iſt es nicht gegen uns gerichtet, warum fliehen? iſt es gegen uns, ſo wird man es bekannt machen, wir werden durch die Aufforderun⸗ gen in Kenntniß geſetzt ſein, und es iſt dann noch Zeit, daß wir uns zurückziehen.

Ja, ja, ruft man von allen Seiten,wir ſind in den Gränzen des Geſetzes.. erwarten wir die Auf⸗ forderungen... es braucht dei Aufforderungen Bleiben wir! bleiben wir!

Und man bleibt.

In demſelben Augenblicke raſſeln die Trommeln mehr