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Und er faßt den Säbel halb beim Griffe, halb bei der Klinge und reißt ihn dem Kapitän aus den Händen.
„Genug, genng, meine Herren!“ ſpricht Bailly; „wir werden das ſelbſt ſehen;... Herr Billot, ich bitte Sie, geben Sie dieſen Säbel wieder; und wenn Sie Einfluß auf diejenigen haben, welche Sie ſchicken, ſo kehren Sie zu ihnen zurück und fordern Sie dieſelben auf, ſich zu zerſtreuen.“
Billot warf den Säbel zu den Füßen des Kapitäns.
„Sich zu zerſtreuen?“ ſagte er;„ah! ja wohl; das Petitionsrecht iſt uns durch ein Decret zuerkannt worden, und bis ein Decret es uns wieder nimmt, wird es Niemand, weder einem Maire, noch einem Comman⸗ danten der Nationalgarde, erlaubt ſein, Bürger zu ver⸗ hindern, ihren Wunſch auszudrücken. Sie begeben ſich auf das Marsfeld? Wir gehen Ihnen voran, Herr Maire.“
Diejenigen, welche die handelnden Perſonen dieſer Stene umgaben, erwarteten nur einen Befehl, ein Wort, einen Wink von Bailly, um Billot zu verhaften; Bailly fühlte aber, daß dieſe Stimme, welche ſo laut und ſo feſt zu ihm geſprochen, eine Stimme des Volkes war.
Er machte ein Zeichen, daß man Billot und die Commiſſäre gehen laſſe.
Man ging auf den Platz hinab: eine große rothe Fahne drehte und wand an einem der Fenſter des Stadt⸗ hauſes ihre blutigen Falten in den erſten Luftſtrömen eines Sturmes, der zum Himmel aufſtieg.
Zum Unglück dauerte dieſer Sturm nur einige Au⸗ genblicke; er toſte ohue Regen, vermehrte die Hitze des Tages, verbreitete ein wenig Elektricität in der Luft, und das war Alles.
Bei der Rücktehr von Billot und den elf anderen Commiſſären auf das Marsfeld hat ſich die Menge faſt um ein Drittel vermehrt.
So weit man in dem ungeheuren Baſſin die Zahl


