Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 21.-26. Bändchen (1855) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Weil ſie Meuterern gemacht worden find.

Die Commiſſäre ſchauten ſich erſtaunt an.

Billot faltete die Stirne.

Meuterern? verſetzte er;ah! nun ſind wir Meuterer?

Ja, erwiederte Bailly,Meuterer, und ich will mich aufs Marsfeld begeben, um dort den Frieden wie⸗ derherzuſtellen.

Billot zuckte die Achſeln und lachte mit jenem plumpen Gelächter, das durch gewiſſe Lippen kommend einen drohenden Ausdruck annimmt.

Den Frieden auf dem Marsfelde wiederherſtellen? ſagte er;Ihr Freund Lafayette kommt ja vom Mars⸗ felde; Ihre drei Abgeordneten kommen ja von dort, und ſie ſagen Ihnen, das Marsfeld ſei ruhiger als der Platz des Stadthauſes!

Gerade in dieſem Augenblick läuft der Kapitän einer Compagnie vom Centrum des Boulevard Bonne⸗Nouvelle ganz erſchrocken herbei und fragt:

Wo iſt der Herr Maire?

Billot tritt auf die Seite, um Bailly zu demaskiren.

Hier bin ich, antwortet Bailly.

Zu den Waffen, Herr Maire! zu den Waffen! ruft der Kapitän;man ſchlägt ſich auf dem Marsfelde, wo fünfzigtauſend verſammelte Schurken gegen die Nationalverſammlung zu marſchiren ſich anſchicken.

Kaum hat der Kapitän dieſe Worte geſprochen, da laſtet die ſchwere Hand von Billot auf ſeiner Schulter.

Und wer ſagt das? fragt der Pächter.

Wer es ſagt? Die Nationalverſammlung.

Die Nationalverſammlung hat gelogen! entgegnet Billot.

Mein Herr! ruft der Kapitän, indem er ſeinen Säbel zieht.

Die Rationalverſammlung hat gelogen! wieder⸗ holt Billot.