Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 21.-26. Bändchen (1855) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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mit Vertrauen auf ſich zukommen ſehen, während ſie feindliche Abſichten bei ihnen vorausſetzten, ermuthigt die Petitionäre. Bei dem Streite ohne ernſte Bedentung, der zwiſchen dem Volke und der Nationalgarde ſtattge⸗ funden hat, ſind zwei Menſchen verhaftet worden; die zwei Gefangenen ſind, wie dies beinahe immer der Fall iſt, vollkommen unſchuldig; die Angeſehenſten unter den Petitionären verlangen, daß man ſie in Freiheit ſetze.

Wir können das nicht auf uns nehmen, antwor⸗ ten die Abgeordneten der Municipalität;doch ernennen Sie Commiſſäre: dieſe Commiſſäre mögen uns nach dem Stadthauſe begleiten, und es wird ihnen Gerechtigkeit bewilligt werden.

Man ernennt zwölf Commiſſäre; mit Einſtimmigkeit ernannt, gehört Billot zu dieſer Commiſſion, die mit den drei Abgeordneten den Weg nach der Municipalität einſchlägt.

Bei ihrer Ankunft auf dem Grove⸗Platze ſind die Commiſſäre erſtaunt, da ſie dieſen Platz ganz von Sol⸗ daten beſetzt finden; ſie öffnen ſich mit großer Mühe einen Weg durch den Wald von Bajonneten.

Billot führt ſie an; man erinnert ſich, daß er das Stadthaus kennt: wir haben ihn mehr als einmal mit Piton dort geſehen.

An der Thüre des Sitzungsſaales erſuchen die drei Municipalbeamten die Commiſſäre, einen Angenblick zu warten, laſſen ſich die Thüre aufmachen, treten ein und erſcheinen nicht wieder.

Die Commiſſäre warten eine Stunde.

Keine Nachrichten!

Billot wird ungeduldig, faltet die Stirne und ſtampft mit dem Fuße.

Plötzlich wird die Thüre geöffnet. Der Municipal⸗ rath erſcheint mit Bailly an der Spitze.

Beilly iſt ſehr bleich; das iſt vor Allem ein Ma⸗ er hat genan das Gefühl des Rechts und

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