Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 21.-26. Bändchen (1855) Mémoires d'un médecin
Entstehung
Einzelbild herunterladen

3

zeichner der Petition einen neuen Cortége auf ſich zu⸗ ſchreiten; dieſer kommt von der Seite des Fluſſes.

Sie ſenden dem Cortsge eine Deputation entgegen.

Die drei Municipalbeamten, ſie ſind es, welche auf dem Marsfelde erſcheinen, gehen gerade auf den Altar des Vaterlands zu; doch ſtatt der Menge von Meuterern, die ſie beſtürzt, im Tumult und voller Dro⸗ hungen zu finden erwarteten, ſehen ſie Bürger, die Einen in Gruppen ſpazieren gehend, die Andern die Petition unterzeichnend, wieder Andere die Farandole tanzend und das Ga ira ſingend.*

Die Menge iſt ruhig; vielleicht iſt aber die Petition meuteriſch. Die Municipalbeamten verlangen, daß ihnen die Petition vorgeleſen werde.

Die Petitivn wird ihnen von der erſten bis zur letzten Zeile vorgeleſen, und es folgen, wie es ſchon ein⸗ mal geſchehen iſt, auf dieſe Leſung allgemeine Bravos, einſtimmige Acckamationen.

Meine Herren, ſprechen ſodann die Municipal⸗ beamten,wir find entzückt. Ihre Geſinnungen nun zu kennen; man meldete uns, es ſei hier Tumult: man hat uns getänſcht. Wir werden nicht verſänmen, von dem, was wir hier geſehen, Bericht zu erſtatten und zu ſagen, welche Ruhe hier herrſcht; und weit entfernt, Sie zu verhindern, Ihre Petition zu machen, werden wir Sie mit der öffentlichen Macht unterſtützen, ſollte man es verſuchen, Sie zu ſthren. Wären wir nicht in Func⸗ tion, ſo würden wir ſie ſelbſt unterzeichnen, und zweifeln Sie an unſern Abſichten, ſo werden wir als Geißeln bei Ihnen bleiben, bis alle Unterſchriften beigeſetzt ſind.

So iſt alſo der Geiſt der Petition der Geiſt Aller, da die Mitglieder der Municipalität ſelbſt als Bürger dieſe Petition unterzeichnen würden, wenn ihre Eigen⸗ ſchaft als Municipalräthe allein ſie nicht verhinderte, zu unterzeichnen.

Dieſe Beipflichtung von drei Männern,