Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 21.-26. Bändchen (1855) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Derjenige, welcher auf Sie geſchoſſen, und deſſen Flinte verſagt hat.

Gebt ihn frei, und er laſſe ſich anderswo hängen!

Fournier ließ ſich nicht hängen: er verſchwand für den Augenblick und erſchien bei den September⸗Metzeleien wieder.

Lafahette kommt auf das Marsfeld; man unter⸗ zeichnet hier die Petition; es herrſcht hier die vollkom⸗ menſte Ruhe.

Dieſe Ruhe war groß, da Fran von Condorcet ihr einjähriges Kind hier ſpazieren führte.

Lafayette geht bis zum Altar des Vaterlands; er erkundigt ſich, was man treibe: man zeigt ihm die Pe⸗ tition. Die Petitionäre machen ſich anheiſchig, nach Hauſe zu gehen, ſobald die Petition unterzeichnet ſein werde. Er ſieht nichts Tadelnswerthes in Allem dem und zieht ſich mit ſeinen Truppen zurück.

Wenn aber dieſer Schuß, der den Adjutanten von Lafayette verwundet hat, wenn die Flinte, die auf ihn verſagt hat, nicht auf dem Marsfelde gehört worden ſind, ſo haben ſie doch einen furchtbaren Wiederhall in der Nationalverſammlung gehabt.

Vergeſſen wir nicht, daß die Nationalverſammlung royaliſtiſchen Staatsſtreich will, und daß ſie Alles

edient.

Lafahette iſt verwundet, ſein Adjutant getödtet... Man ermordet ſich auf dem Marsfelde!

Dies iſt die Kunde, welche Paris durchläuft und von der Nationalverſammlung officiell dem Stadthauſe zugeſandt wird.

Doch das Stadthaus iſt ſchon durch das, was auf dem Marsfelde geſchieht, beunrubigt; es hat ſeinerſeits drei Municipalräthe, die Herrn Jacques, Renand und Hardy, abgeſchickt.

Vom Altar des Vaterlands herab ſehen die Unter⸗

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