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Stille. Sogleich hört jedes Geränſch auf, die Stirnen entblößen ſich, und Robert lieſt mit lauter Stimme die Zeilen, die wir unſern Leſern vor Augen gelegt haben.
Sie entſprachen dem Wunſche Aller; es wurde auch
keine Bemerkung gemacht, ſondern es kam im Gegentheil ein einſtimmiges Beifallsgeſchrei beim letzten Satze zum Ausbruch.
Es handelte ſich nur um das Unterzeichnen; man war nicht mehr zu zwei oder dreihundert: man war vielleicht zu zehntauſend, und da die Menge auf allen Zugängen des Marsfeldes herbeizukommen nicht aufhörte, ſo würden offenbar, bevor eine Stunde verginge, mehr als fünfzigtauſend Perſonen den Altar des Vaterlands umgeben.
Die Verfaſſer unterzeichnen zuerſt, dann geht die Feder an ihre Nachbarn über; dann, da in einer Secunde der untere Theil der Seite mit Unterſchriften bedeckt iſt, theitt man weiße Blätter von demſelben Format wie die Petitivn aus; dieſe numerirten Blätter wird man als Fortſetzung beifügen.
Sobald die Blätter vertheilt ſind, unterzeichnet man zuerſt auf den Schalen, welche die vier Ecken vom Altar des Vaterlands bilden, dann auf den Stufen, dann auf den Kniecen, auf der Form der Hüte, kurz auf Allem, was einen Stützpunkt bietet.
Nach den Herrn von Lafayette ertheilten Befehlen der Nationalverſammlung, welche ſich nicht auf die Petition, die man zu dieſer Stunde unterzeichnet, ſondern anf den Mord am Morgen beziehen, kommen indeſſen die erſten Truppen auf dem Marsfelde an, doch man iſt dergeſtalt mit der Petition beſchäftigt, daß man kaum auf dieſe Truppen merkt.
Was indeſſen nun vorgehen ſoll, wird einige Beden⸗ tung haben.


