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Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 17.-20. Bändchen (1853) Mémoires d'un médecin
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Winde während des Sturmes. Wehe dem Schiffe, das bei einem ſolchen Ungewitter auf der See iſt.

Am 20. Juni, dem Tage der Flucht des Königs, machten die Cordeliers ihren Anſchlag, unterzeichnet von Legendre, dieſem franzöſiſchen Schlächter, den die Königin das Seitenſtück des engliſchen Schlächters Harriſon nannte.

Der Anſchlagzettel hatte als Ueberſchrift folgende Worte:

Si parmi les Frangais il se trouvait un traitre Qui regrettät les rois et qui voulüt un mäitre, Que le perfide meure au milieu des tourments, Et que sa cendre soit abandonné6e aux vents.)

Die Verſe waren von Voltaire, ſie waren ſchlecht und reimten ſich ſchlecht, doch ſie hatten das Verdienſt, daß ſie den Gedanken der Patrioten, deren Anſchlag ſie ſchmückten, ſcharf ausdrückten.

Dieſer Anſchlag erklärte, alle Cordeliers haben ge⸗ ſchworen, die Thrannen zu erdolchen, welche es wagen würden, das Gebiet, die Freiheit oder die Conſtitution anzugreifen.

Marat, der immer allein geht und als Vorwand für ſeine Abſonderung angibt, der Adler lebe einſam, und die Truthähne leben in Truppen, Marat ſchlägt einen Dictator vor.

„Nehmet,“ ſpricht er in ſeinem Journal,„nehmet einen guten Franzoſen, einen guten Patrioten, nehmet den Bürger, der ſeit dem Anfange der Revolution am meiſten Erleuchtung, Eifer, Treue und Uneigennützigkeit

*) Fände ſich unter den Franzoſen ein Verräther, der den König beklagte und einen Herrn haben wollie, ſo ſterbe der Treuloſe unter Qualen, und ſeine Aſche werde den Winden preisgegeben.

Die Gräfin von Charny v. 12