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Vertrauen, voll Hoffnung, und lebten inmitten eines kleinen Kreiſes von Freunden, Champagneux, Bosc, Lanthenas, und vielleicht ein paar Anderen, als der Kreis ſich durch einen neuen Freund vermehrte. Lanthenas, der ganz vertraulich bei den Roland lebte und hier Tage, Wochen, Monate zubrachte, führte eines Abends einen von den Wählern ein, deren Rechenſchafts⸗ bericht Madame Roland ſo ſehr bewundert hatte. Man nannte den Neuvorgeſtellten Bancal des Iſſarts.
Es war ein Mann von neunundreißig Jahren, ſchön einfach, ernſt, zart und religiös; nichts gerade Glänzendes doch ein gutes Herz, eine milde Seele.
Er war Notar geweſen und hatte ſeine Stelle auf⸗ gegeben, um ſich ganz in die Politik und die Philoſophie zu werfen.
Nachdem der Gaſt acht Tage im Hauſe war, ſagten ſich Roland, Lanthenas und er ſo gut zu, dieſe Gruppe bildete eine ſo harmoniſche Dreieinigkeit in ihrer Hinge⸗ bung an das Vaterland, in ihrer Liebe für die Freiheit, in ihrer Ehrfurcht für alle heilige Dinge, daß die drei Männer ſich nicht mehr zu verlaſſen, mit einander und auf gemeinſchaftliche Koſten zu leben beſchloßen.
Beſonders als Bancal ſie für den Angenblick ver⸗ laſſen hatte, machte ſich das Bedürfniß dieſes Vereins fühlbar.
„Kommen Sie, mein Freund,“ ſchrieb ihm Roland, „was zögern Sie? Sie haben unſere offene, runde Art, zu leben und zu handeln, geſehen? NRicht in meinem Alter wechſelt man, wenn man nie gewechſelt hat. Wir predigen den Patriotismus, wir erheben die Seele; Lanthenas treibt ſein Doctorshandwerk; meine Frau iſt die Kranken⸗ wärterin des Cantons. Sie und ich, wir heilen die An⸗ gelegenheiten der Geſellſchaft.“
Der Verein dieſer drei goldenen Mittelmäßigkeiten machte in der That etwas, was einem kleinen Glücke


