Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 17.-20. Bändchen (1853) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Andrée, welche an den Worten hätte zweifeln kön⸗ nen, zweifelte nicht am Blicke.

Oh! mein Gott! mein Gott! murmelte ſie; gibt es auf der Welt ein Geſchöpf, das unglücklicher iſt, als ich?

Andrée, ſprach Charny,ſagen Sie mir, daß Sie mich lieben, ſagen Sie mir wenigſtens, daß Sie mich nicht haſſen.

Ich, Sie haſſen? rief Andrée.

ünd ihren ſo ruhigen, ſo klaren, ſo durchſichtigen Augen entſchlüpfte ein doppelter Blitz.

Oh! mein Herr, Sie wären ſehr ungerecht, wenn Fi das Gefühl, das Sie mir einflößen, für Haß ielten.

Aber wenn es nicht Haß iſt, wenn es nicht Liebe iſt, was iſt es denn, Andrée?

Es iſt nicht Liebe, weil es mir nicht erlaubt iſt, Sie zu lieben; haben Sie mich nicht zu Gott aufſchreien hören, ich ſei das unglücklichſte Geſchöpf der Erde?

Und warum iſt es Ihnen nicht erlaubt, mich zu lieben, wenn ich Sie, Andrée, mit allen Kräften meines Herzens liebe?

Ah! das will ich nicht, das kann ich nicht, das darf ich Ihnen nicht ſagen, erwiederte Andrée, die Hände ringend.

Wenn aber, verſetzte Charny, den Klang ſeiner Stimme noch mehr mildernd,wenn aber das, was Sie mir nicht ſagen wollen, können, dürfen, eine andere Per⸗ ſon mir geſagt hätte?

Andrée ſtützte ihre beiden Hände auf die Schultern von Charny und rief erſchrocken:

Was höre ich?

Wenn ich es wüßte! fuhr Charny fort.

Mein Gott!

Und wenn ich mich, weil ich Sie gerade durch dieſes Unglück ehrwürdiger gefunden, dieſes entſetz⸗