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Popularität zu beſchirmen; Herr von Malden aber, der ihn erkannte, rief ihm zu:
„Weichen Sie von mir, mein Herr, ſorgen Sie nur für die königliche Familie und überlaſſen Sie mich der Canaille.“
Herr von Lafayette ließ ihn in der That los und ſprengte, da er einen Menſchen die Königin forttragen ſah, auf die Seite dieſes Menſchen.
Nun wurde Herr von Malden niedergeworfen, wieder aufgehoben, von den Einen angegriffen, von den Andern vertheidigt, und rollte ſo bedeckt mit Quetſchungen, Wunden und Blut fort bis zur Thüre des Schloſſes; hier packte ihn ein Officier vom Dienſte, der ihn dem Unterliegen nahe ſah, beim Kragen, riß ihn an ſich und rief:
„Es wäre Schade, wenn ein ſolcher Wicht eines ſo ſanften Todes ſterben würde. Für einen Schuft dieſer Art muß man eine beſondere Marter erfinden. Ueber⸗ laßt ihn mir, ich nehme ihn auf mich!“
Und er ſchmähte Herrn von Malden fortwährend und ſagte zu ihm: Komm, Schurke! komm hierher; Du ſollſt es mit mir zu thün haben!“ zog ihn aber mittler⸗ weile bis zu einem dunkleren Orte fort, wo er ihm zu⸗ flüſterte:
„Fliehen Sie, mein Herr, und verzeihen Sie die Liſt, die ich habe gebrauchen müſſen, um Sie den Hän⸗ den dieſer Elenden zu entreißen.“
Da eilte Herr von Malden auf die Treppen des Schtoſſes und verſchwand.
Etwas ungefähr Aehnliches trug ſich mit Herrn von Valory zu; er bekam zwei bedeukende Wunden am Kopfe; doch in dem Augenblick, wo ſich zwanzig Ba⸗ jonnete, zwanzig Säbel, zwanzig Dolche erhoben, um ſeinem Leben ein Ende zu machen, ſtürzte Pétion herbei, ſtieß die Mörder mit der ganzen Stärke, mit der er begabt war, zurück und rief:


