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wundeten. Einen Augenblick gelang es den außen am Bocke ſitzenden Grenadieren, die drei Officiere zu be⸗ ſchützen; bald aber, nachdem man ſie zu Boden gezogen, ließen ſie die Letzteren wehrlos zurück.
Das war der Augenblick, den ſie wählten; alle Drei ſprangen hinab, jedoch nicht ſo raſch, daß ſie nicht bei ihrem Sprunge fünf bis ſechs Menſchen niederwarfen, welche auf die Räder und die Fußtritte ſtiegen, um ſie von ihren Sitzen zu reißen. Da verzettelte ſich, wie ſie es ſich gedacht hatten, der Zorn des Volkes auf drei Punkte.
Kaum anf der Erde, befand ſich Herr von Malden unter der Axt von zwei Sapeurs. Die beiden Aexte waren aufgehoben und ſuchten nur ein Mittel, ihn allein zu treffen. Er machte eine raſche, heftige Bewegung, durch welche er die Menſchen, die ihn am Kragen hielten, von ſich entferute, ſo daß er ſich abermals vereinzelt ſah.
Dann kreuzte er die Arme und rief:
„Schlagt zu!“
Eine von den beiden Aexten blieb aufgehoben. Der Muth des Opfers lähmte den Mörder.
Die andere fiel blutdürſtig, doch im Fallen begeg⸗ nete ſie einem Musketon, deſſen Lauf ſie abweichen machte, und nur die Spitze traf Herrn von Malden an den Hals und brachte ihm eine leichte Wunde bei.
Dann drang er unerſchrocken in die Menge ein, die ſich öffnete; doch nach einigen Schritten wurde er von einer Gruppe von Officieren in Empfang genommen, die ihn, da ſie ihn retten wollten, gegen das Spalier der Nationalgarde fortſchoben, welches Spalier für den König und die königliche Familie einen bedeckten Weg vom Wagen zum Schloſſe bildete. In dieſem Angen⸗ blick erſchante ihn der General Lafayette; ſchleunigſt ritt er auf ihn zu, faßte ihn beim Kragen und zog ihn an ſeinen Steigbügel, um ihn gewiſſer Maßen durch ſeine


