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ſollte, ſterben war nichts, ſondern man werde ſie dem Volke als ein Spielzeug preisgeben oder in ein Gefäng⸗ niß einſchließen, aus welchem ſie nur durch die Thüre eines ſchändlichen Prozeſſes herauskäme.
Als ſie den Fuß auf die Stufen des Wagens ſetzte, der beſchützt war durch das eiſerne Gewölbe, welches über ihrem Haupte auf Befehl von Barnave die Flinten und die Bajonnete der Nationalgarden bildeten, erfaßte ſie eine ſolche Blendung, daß ſie glaubte, ſie werde rück⸗ wärts fallen.
Doch als ihre Augen nahe daran waren, ſich zu ſchließen, ſchien es ihr, als ſähe ſie, in dem letzten Angſt⸗ blicke, wo man Alles ſieht, ſich gegenüber dieſen Mann, dieſen entſetzlichen Mann, der im Schloſſe Taverney auf eine ſo geheimnißvolle Art für ſie den Schleier der Zu⸗ kunft aufgehoben hatte; dieſen Mann, den ſie ein ein⸗ ziges Mal wiedergeſehen, da ſie am 6. October von Verſailles zurückkam, der endlich nur erſchien, um große Kataſtrophen zu prophezeien, oder zur Stunde, wo dieſe großen Kataſtrophen in Erfüllung gingen⸗
Oh! da ſchloßen ſich ihre Augen, welche noch zöger⸗ ten, nachdem ſie ſich wohl verſichert hatten, daß ſie ſie nicht täuſchten; ſie ſtieß einen Schrei aus und ließ ſich gehen,— ſtark gegen die Wirklichkeiten, aber träge und ohnmächtig gegen dieſe unheilvolle Viſion.
Es war ihr, als verſchwände die Erde unter ihren Füßen, als wirbelten dieſe Menge, dieſe Bäume, dieſer glühende Himmel, dieſes unbewegliche Schloß um ſie her; kräftige Arme ergriffen ſie, und ſie fühlte, daß man ſie mitten unter dem Geſchrei und Gebrülle forttrug. In dieſem Moment glaubte ſie die Stimmen der Gardes du corps zu hören, welche zu ſich den Zorn des Volkes rie⸗ fen, in der Hoffnung, ihn ſo von ſeiner wahren Neigung abzulenken. Sie öffnete noch eine Serunde die Angen und ſah dieſe Unglücklichen von ihrem Sitze geriſſen, Charny bleich und ſchön wie immer, allein gegen zehn


