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Als man auf die Place Louis XV. ausmündete, bemerkte der König, daß man der Statue ſeines Groß⸗ vaters die Augen verbunden hatte.
„Was wollten ſie hiedurch ausdrücken?“ fragte der König Barnave.
„Ich weiß es nicht, Sire,“ antwortete derjenige, an welche die Frage gerichtet war.
„Ich weiß es,“ ſagte Pétion;„ſie wollten hiedurch die Blindheit der Monarchie ausdrücken.“
Trotz der Bedeckung, trotz der Commiſſäre, trotz der Anſchlagzettel, welche bei Strafe des Henkens den König zu beleidigen verboten, durchbrach das Volk auf dem Wege zweimal das Spalier der Grenadiere, einen ſchwachen, ohnmächtigen Damm, dem Gott vergeſſen hatte, wie dem Meere zu ſagen:„Du wirſt nicht weiter gehen!“ Wenn der Stoß kam, wenn das Brechen ſtattfand, ſah die Königin plötzlich an den Wagenſchlägen eine Anzahl von jenen Menſchen mit häßlichen Geſichtern, mit unver⸗ ſöhnlichen Worten erſcheinen, welche nur an gewiſſen Tagen zur Oberfläche der Geſellſchaft emporſteigen, wie gewiſſe Ungeheuer nur an den Tagen des Sturms auf der Oberfläche des Oceans erſcheinen.
Einmal war ſie ſo erſchrocken über dieſe Erſcheinung, daß ſie eines von den Fenſtern des Wagens herun⸗ terließ.
„Warum die Fenſter herunterlaſſen?“ riefen zehn wüthende Stimmen.
„Oh! meine Herren,“ ſprach die Königin,„ſehen Sie meine Kinder an, in welchem Zuſtande ſie ſind!“
Und den Schweiß abwiſchend, der von ihren Wangen troff, fügte ſie bei:
„Wir erſticken.“.
„Bab!“ verſetzte eine Stimme,„das iſt nichts; ſet werden. ganz anders erſticken!“
nd mit einem Fauſtſchlage zerſchmetterte er die Scheibe in tauſend Stücke. agt zerſc Die Gräfin von Charny. V. 9


