re
er
e⸗ en
zu le⸗
er
127
Das waren drei Stunden der Folter mehr, und dieſe Folter wurde ſo unerträglich, daß die Königin auf dem kürzeſten Wege zurückzukehren verlangte, und ſollte dieſer Weg auch der gefährlichſte ſein.
Zweimal hatte ſie es verſucht, die Vorhänge herun⸗ terzulaſſen; zweimal wurde ſie durch das Murren des Volks genöthigt, ſie wieder aufzuziehen.
Von der Barridre an umgab übrigens ein ſtarker Trupp Grenädiere den Wagen.
Mehrere von ihnen marſchirten bei den Schlägen und verbargen beinahe mit ihren Pelzmützen die Oeff⸗ nungen der Berline.
Endlich, gegen ſechs Uhr, erſchien die Vorhut über den Mauern des Garten von Monceaux; ſie führte drei Kanonen mit ſich, welche, immer wieder auf dem unglei⸗ chen Pflaſter aufſpringend, einen betäubenden Lärmen machten.
Dieſe Vorhut beſtand aus Reitern und Fußgängern, vermiſcht mit Volkswogen, unter denen es ihnen beinahe unmöglich war, in Ordnung zu marſchiren.
Diejenigen, welche ſie erblickten, ſtrömten gegen die Höhe der Champs⸗Elyſées zurück; es war das dritte Mal, 3 Ludwig XVI. durch dieſe unſelige Barrisre einfahren ollte.
Das erſte Mal, nach der Einnahme der Baſtille.
Das zweite Mal, nach dem 3. und 6. Oktober.
Das dritte Mal— nun— nach der Flucht nach Varennes.
Ganz Paris war, als man erfuhr, der Zug komme auf der Straße von Neuilly herbei, nach den Champs⸗ Elyſées geeilt.
Als man zur Barrisre kam, ſahen auch der König und die Königin ins Endloſe ein Meer von finſtern, ſchweigſamen, drohenden Menſchen, welche ihre Hüte auf dem Kopfe hatten, ſich entrollen. 2 gk
Trübſeliger aber, wenn nicht erſchrecklicher als Alles


