Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 17.-20. Bändchen (1853) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Galle und Eſſig getauchten Schwamm bot. Der Vor⸗ ſchlag wurde gemacht, aber zum Glück zurückgewieſen.

Man erreichte la Villette.

Die Menge brauchte über eine Stunde, um ſich ge⸗ nug zu verdünnen, daß ſie ſich durch die zwei Neihen von Häuſern durchwinden kounte, deren weiße Steine h Sonnenſtrahlen zurückſandten und die Hitze verdop⸗ pelten.

Ueberall waren Männer, Weiber, Kinder. Nie hat der Blick eine ſolche Menge gemeſſen: die Pflaſterſteine waren ſo bedeckt, daß die, welche ſie bedeckten, ſich nicht rühren konnten.

Die Thüren, die Fenſter, die Dächer der Häuſer waren mit Zuſchauern beladen.

Die Bäume bogen ſich unter der Laſt dieſer leben⸗ digen Früchte.

All dieſes Volk hatte den Hut auf dem Kopf.

Schon am Tage vorher war an allen Mauern von

Paris ein Zettel folgenden Inhalts angeſchlagen worden:

Celui qui saluera 1e roi aura des coups de bäton; Celui qui Iinsultera sera pendu. 69

Alles dies war ſo erſchreckend, daß die Commiſſäre es nicht wagten, durch die Rue du Faubourg Saint⸗ Martin zu fahren, denn dies war eine Straße voller Volkshaufen und folglich voller Drohungen, eine unheil⸗ volle Straße, eine blutige Straße, eine Straße, be⸗ rühmt in den Annalen des Mordes, ſeit der gräßlichen Geſchichte von Berthier.

Man beſchloß alſo, über die Champs⸗Elyſées zu fahren, und der Zug bewegte ſich auf den äußeren Boule⸗ vards fort.

Wer den König grüßt, bekommt Stockſtreiche; wer

ihn beleidigt, wird gehenkt.