Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 17.-20. Bändchen (1853) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Gefahr und bat die Abgeordneten inſtändig, nichts zu thun, um dieſen Zorn des Volks zu vermehren,— ein entſetzlicher Sturm, den man brauſen hörte, den man kommen fühlte.

Bald war die Menge ſo angewachſen, daß die Pferde kaum im Schritt gehen konnten.

Nie war es ſo heiß geweſen; es war nicht mehr Luft, was man athmete, ſondern Feuer.

Die freche Neugierde dieſer Menge verfolgte den König und die Königin bis in die zwei Ecken des Wa⸗ gens, in die ſie ſich geflüchtet.

Männer ſtiegen auf die Fußtritte und ſteckten ihre Köpfe in die Berline, Andere hißten ſich oben auf den Wagen, Andere ſtiegen hinten auf; wieder Andere klam⸗ merten ſich an die Pferde an.

Es war ein Wunder, daß Charny und ſeine zwei Gefährten nicht zwanzigmal getödtet wurden.

Die zwei Grenadiere genügten nicht, um die Streiche zu pariren; ſie baten, ſie flehten, ſie befahlen ſogar im Namen der Nationalverſammlung, doch ihre Stimmen verloren ſich unter dem Geſchrei und dem Tumulte.

Eine Vorhut von mehr als zweitauſend Menſchen ſchritt dem Wagen voran, eine Nachhut von mehr als viertauſend folgte ihm.

An ſeinen Seiten wälzte ſich eine Menge, welche unabläſſig zunahm.

So wie man Paris näher kam, ſchien es, als fehlte, von der Rieſenſtadt abſorbirt, die Luft gänzlich.

Der Wagen bewegte ſich unter einer Sonne von zwei und dreißig Grad, durch eine Staubwolke, von der jedes Atom wie ein Theilchen zerſtoßenes Glas war.

Mehrere Male warf ſich die Königin zurück und rief, ſie erſticke.

In Bourget wurde der König todesbleich; er war einer Ohnmacht nahe und verlangte ein Glas Wein.

Wenig fehlte, daß man ihm, wie Chriſtus, einen in

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