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Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 17.-20. Bändchen (1853) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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gehen, mit ſeinen Lippen die Hand der Königin zu be⸗ rühren.

Marie Antvinette ſtieß einen Seufzer aus, der einem Stöhnen glich; nie hatte ſie beſſer als durch dieſen Kuß den Abgrund ermeſſen, den jeder Tag, jede Stunde, wir möchten ſagen, faſt jede Minute zwiſchen ihr und ihrem Geliebten grub.

Die Herren von Latour⸗Maubvurg und Barnave, welche ohne Zweifel nicht wußten, was am Tage vorher zwiſchen dem König und den drei Officieren vorgegan⸗ gen war, drangen in dieſe, am Morgen vor der Abreiſe, um ſie zu bewegen, Nationalgarde⸗Uniformen anzuzie⸗ hen, doch ſie weigerten ſich entſchieden, ſagten, ihr Platz ſei auf dem Bocke des königlichen Wagens, und ſie haben keine andere Kleidung zu nehmen, als die, welche ihnen der König zu tragen befohlen.

Dann wollte Barnave, daß ein Brett, das rechts und links über den Bock vom Wagen hinausrage, auf dieſem Bocke befeſtigt werde, damit zwei Grenadiere ſich darauf ſetzen und, ſo viel in ihren Kräften läge, die hart⸗ näckigen Diener des Königs beſchützen könnten.

Um zehn Uhr Morgens verließ man Meaux; man ſollte nach Paris zurückkommen, von wo man ſeit fünf Tagen abweſend war.

Fünf Tage! welche unergründliche Tiefe war wäh⸗ rend dieſer fünf Tage gegraben worden!

Kaum war man eine Meile jenſeits Meaux, da nahm der Zug ein erſchrecklicheres Ausſehen, als er je gehabt, an.

Alle Einwohnerſchaften der Umgegend von Paris ſtrömten herbei. Barnave hatte die Poſtillons zwingen wollen, im Trab zu fahren; doch die Nationalgarde von Claye verſperrte den Weg, indem ſie das Bajonnet vorhielt.

Es wäre unklug geweſen, es zu verſuchen, dieſen

Damm zu durchbrechen; die Königin ſelbſt begriff die

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