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um ſie, ſo viel nſerer Macht läge, zu unterſtützen.. Auf, Herr auf, Herr von Valory, ſagen Sie dreiſt, für den Fall des Todes,— und wir ſind Alle der Wirklichkeit ſo nahe, daß wir nicht vor dem Worte zurückweichen dürfen,— wer ſind die Verwand⸗ ten, wer ſind die Freunde, die Sie uns empfehlen?“
Herr von Malden empfahl ſeine Mutter, eine alte, kränkliche Dame, welche auf einem kleinen Gute in der Gegend von Blois wohnte; Herr von Valory empfahl ſeine Schweſter, eine junge Waiſe, die er in einem Klo⸗ ſter in Soiſſons erziehen ließ.
Es waren gewiß ſtarke, muthvolle Herzen, die Her⸗ zen dieſer zwei Männer, und dennoch, während die Kö⸗ nigin die Namen und die Adreſſen von Frau von Malden und von Fräulein von Valory aufſchrieb, ſtrengten ſich Beide vergebens an, um ihre Thränen zurückzuhalten.
Die Königin war auch genöthigt, ſich im Schreiben zu unterbrechen, um ihr Taſchentuch hervorzuziehen und ihre Thränen abzuwiſchen.
Dann, nachdem ſie die Adreſſen vollends aufgezeich⸗ net hatte, wandte ſie ſich an Charny und ſprach:
„Ach! Herr Graf, ich weiß, daß Sie Niemand zu empfehlen haben; Ihr Vater und Ihre Mutter ſind todt, und Ihre Brüder
Die Stimme verſagte der Königin.
„Meine zwei Brüder haben die Ehre gehabt, ſich für Eure Majeſtät tödten zu laſſen, ja, Madame,“ fügte Charny bei; doch der letzte Todte hat ein armes Mäd⸗ chen hinterlaſſen, das er mir durch eine Art von Teſta⸗ ment empfiehlt, welches ich bei ihm gefunden. Dieſes Mädchen hat er ſeiner Familie entführt, von der es keine Verzeihung erwarten darf. So lange ich lebe, wird es weder dem Mädchen, noch dem Kinde an Etwas fehlen; doch Eure Majeſtät hat es ſo eben mit ihrem bewunde⸗ rungswürdigen Muthe geſagt: wir ſind Alle im Ange⸗ ſichte des Todes, und träfe mich der Tod, ſo blieben das


